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Dokumentar–Wettbewerb:

Deutschland wäre meine richtige Heimat

2003, 32´ DV, Mannheim
Regie : Marco Di Carlo

Der Film porträtiert jeweils drei Aussiedlerjugendliche und Jugendliche türkischer Herkunft, die nicht nur ihre persönlichen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung schildern, sondern auch ihr ambivalantes Verhältnis zum "Heimatland" Deutschland beschreiben.

Ferne

2004, 55´ Betacam, Istanbul
Regie : Kazım Öz

Der Regisseur zeichnet eindringlich das Porträt seines kurdischen Heimatdorfes NAME("""), in dem fast nur noch alte Menschen leben. Ein jahrelanger Krieg vertrieb die jüngeren Bewohner in den Westen der Türkei bzw. nach Europa. In alle Himmelsrichtungen verstreut, erzählen die Menschen aus NAME (""") über ihr neues Leben in der Fremde, ihre Sehnsüchte und Heimweh.

Fremde Heimat Studium

2003, 25´, Betacam, Ludwigsburg
Regie : Alexander Westmeier

Ausländische Studierende und Studienbewerber berichten von ihren Erfahrungen in Deutschland. Wie sie das erste Mal Rolltreppe fahren, Schnee erleben oder versuchen Freunde zu finden in einem Land, dessen Sprache sie erst erlernen müssen. Neben den Eindrücken der Studenten erfährt der Zuschauer auch, warum der Elefant einen Rüssel hat.

Gecekondu

2003, 41´, Betacam, Frankfurt/Main
Regie : Ebru Karaca, Anja Hansmann

Gecekondu – ein Phänomen der türkischen Grossstädte seit den 50er Jahren. Von mittellosen Binnenmigranten über Nacht gebaute Behausungen, wachsen schnell zu Vierteln heran, die von ihren Bewohnern selbst organisiert werden.

Istanbul Soundtracks

2003, 8´, DV, Fürth
Regie : Jochen Menzel, Gülseren Suzan

Überall die Liebe zur Poesie: der Zugführer Kadir, singt und rezitiert während der Fahrt Lieder von Aþýk Veysel. Ein Verkäufer von Pfefferminzbonbons animiert seine Kundschaft mit Selbstgedichtetem. Auf den Bahnhöfen eine Eile und Hektik " Es ist nicht viel Zeit, es sind immer nur flüchtige Augenblicke.

Kreuzberg Battle

2003, 29´, Betacam, Berlin
Regie : Markus Aha, Chris Humbs

Berlin " Kreuzberg, 1. Mai 2002. Straßenkämpfe zwischen Polizeieinheiten und Demonstranten. Autos gehen in Flammen auf. Davor tanzt ein junger Mann kopfüber Breakdance. Der Film folgt dem Halbtürken Jakob über ein Jahr durch die Kreuzberger Jugend und der Hip-Hop Szene. Mit Energie und Witz stellen sich die Jugendlichen den Anforderungen ihres Lebens in der Hauptstadt.

Vertrieben für Frieden

2003, 55´, Betacam, Köln
Regie : Osman Okkan, Simone Sitte

Nach dem ersten Weltkrieg mussten die griechische Bevölkerung in der Türkei und die Türken in Griechenland ihre Heimatorte im Rahmen eines Bevölkerungsaustausches verlassen. Anhand von Schilderungen der Zeitzeugen erzählt der Film die erste international organisierte Vertreibung in der Menschheitsgeschichte.

Von Spanien nach Istanbul

2002, 28´, Betacam, Ankara
Regie : Mihriban Tanık

Die sefardischen Juden, 1492 aus Spanien vertrieben, fanden damals Zuflucht im Osmanischen Reich. Der Film erzählt anhand der Lieder, die in Ladino, einer aussterbenden Sprache, gesungen werden, die 500-jährige Geschichte der heute nur noch 26.000 Menschen zählenden sefardischen Juden in der Türkei.

Sackgasse

2003, 25´, Betacam, Ankara
Regie : Pinar Okan

Das Porträt des ehemals multiethnischen Viertels Samatya in Istanbul, in dem die griechische und armenische Bevölkerung nach den Pogromen 1955 abwanderte. Nach 1980 liessen sich dort vor allem kurdische MigrantInnen nieder. Der Film schildert vor dem Hintergrund gesellschatlicher Umbrüche die Entfremdung und Vereinsamung, die aus dem Konflikt zwischen den alteingessenen nicht-muslimischen Bewohnern und neuen Binnenmigranten entstanden sind.