ProgrammJuryWettbewerbePreiseFestivalgästePresseArchivTürkçe


Filmfestival Türkei/ Deutschland 2004.....im Überblick:

Der Eröffnungsabend

Nach der Eröffnung durch den Oberbürgermeister, der Vorführung von Ausschnitten aus Festivalfilmen, Grußworten verschiedener Ehrengäste und einem kleinen Umtrunk führt Regisseur Nuri Bilge Ceylan in seinen Film "Uzak" ("Weit") ein. Der auf Festivals von Cannes bis Chicago mit über dreißig Preisen dekorierte Film erzählt mit ruhigen Bildern aus dem verschneiten Istanbul von der Begegnung zweier Verwandter, die sich einst nahe standen, sich aber durch ihr unterschiedliches Leben in der Stadt und auf dem Land entfremdet haben (10.3., 20 Uhr, Tafelhalle). Anwesend beim Eröffnungsabend sind mit Heinz Badewitz (Hof) und Hülya Uçansu (Istanbul) auch die Leiter zweier renommierter internationaler Filmfestivals, die als Unterstützer der Nürnberger Festival–Idee gewonnen werden konnten

Der Spielfilm–Wettbewerb

Je fünf Spielfilme aus der Türkei und Deutschland konkurrieren um den erstmals ausgeschriebenen Preis der Spielfilme. Darunter sind auf türkischer Seite unter anderem Karşılasma (Begegnung), der neue Film von Ömer Kavur, einem der international bekanntesten türkischen Regisseure, Dervis Zaim´s sensibler Zypern–Film "Çamur und der Straßenkinder–Film "Sır Cocukları von Aydın Sayman. Deutscherseits im Wettbewerb sind unter anderem Dino Tsintsadzes in San Sebastian preisgekrönter poetischer Thriller „Schussangst“, Fatih Akın´s Berlinale–Sieger "Gegen die Wand" und Neco Çelik´s Streifen "Urban Guerilla", der in der Berliner Hip Hop und Graffity–Szene spielt. Die weiteren Wettbewerbsfilme sind "Abdülhamit Düşerken von Ziya Öztan, "Gülüm" von Zeki Ökten, "Besser als Schule" von Simon X. Rost und "Milchwald" von Christoph Hochhäusler.

Der Kurz–und Dokumentarfilmwettbewerb

Um den "Odyssee" – Preis in den beiden Wettbewerbssparten bewerben sich im Bereich Kurzfilme sechs Filme made in Germany und drei türkische Filme junger Regisseure, bei den Dokumentarfilmen sechs in Deutschland und vier in der Türkei produzierte Streifen (Vorführung der Wettbewerbsfilme: 13. März ab 19 Uhr und 14. März, 14 Uhr im K4–Festsaal).

Die Preisverleihung

Sowohl für den Spielfilm–, als auch für den Kurz– und Dokumentarfilmwettbewerb konnten wieder namhafte Film–Experten für die Jurys gewonnen werden. Die Wettbewerbssieger, sowie der Gewinner des auch heuer in Erinnerung an den 1999 verstorbenen Medienwissenschaftler und Menschenrechts–Aktivisten Mahmut Tali Öngören verliehenen "Öngören–Preises für Demokratie und Menschenrechte", werden am 14. März, 20 Uhr, im K 4–Festsaal bekanntgegeben. Seitens der Stadt Nürnberg spricht dabei die Kulturreferentin Frau Prof. Dr. Julia Lehner.

Das Beste aus zwei Ländern

Das Festival zeigt außer den Wettbewerbsfilmen sechs aktuelle Produktionen aus der Türkei, sowie insgesamt zehn Filme aus deutscher Produktion, die das aktuelle Kinoschaffen in Deutschland abbilden sollen. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf Filme mit "interkultureller Note" gelegt. So werden neben Erfolgs–Filmen wie "Good Bye Lenin" oder "Rosenstraße" mit "Kleine Freiheit" von Yüksel Yavuz und Kadir Sözen´s "Gott ist tot" mit Götz George auch zwei Filme junger türkischstämmiger Regisseure gezeigt, Till Endemann´s "Mondlandung" hat die Probleme zweier Spätaussiedler–Jugendlicher zum Thema. Auf "türkischer Seite" erzählt Ali Özgentürk´s neuer Film "Balalayka" von einer gemeinsamen Busfahrt dreier junger Russinnen, die in Istanbul als Prostituierte arbeiten wollen, und dreier türkischer Bruder. "Mumya Fırarda" von Erdal Murat Aktaş ist eine Komödie um eine vertauschte ägyptische Mumie. Außerdem stellt Zeki Demirkubuz seinen neuen Film "Yazgı" ("Schicksal") vor.

Die Gespräche!

Bei den meisten Abend–Vorstellungen während der ersten vier Festival–Tage sind die Regisseure, manchmal auch die Hauptdarsteller, anwesend und stehen dem Publikum nach den Vorführungen zu Gesprächen zur Verfügung! Daneben bietet das Filmhaus–Foyer Platz für spontane Gespräche und Diskussionen

Thema Kulturaustausch – Die Podiumsdiskussion Mit dem deutsch–türkischen Kulturaustausch und der Rolle des Kinos dabei beschäftigt sich eine Diskussionsrunde am 12. März, 19 Uhr, im K 4– Festsaal. Erwartet werden dazu unter anderem Dr. Rüdiger Bolz (Goethe–Institut Istanbul), Dr. Bettina Bern (Robert–Bosch–Stiftung), Osman Okkan (KulturForum Türkei / Deutschland) und Ex–MdB Cem Özdemir. Moderiert wird das Gespräch von Jürgen Markwirth (Amt für Kultur und Freizeit).

Die Festival–Party!

In London waren "Oojami" mit ihren "Oriental breakbeats" und ihren legendären "Wasserpfeifen–Nächten" die Wegbereiter des Orient–Booms in Clubs und Cafés: Am 12. März, 22 Uhr, kommen sie exklusiv zur Filmfestival–Party nach Nürnberg. Nach dem Live–Konzert geht´s bis in den frühen Morgen weiter mit DJ Hakan ("Türkish Pop meets Hip Hop") der Party–Treffpunkt für Kinobesucher, Festival–Gäste und Macher!

Das Abschlusskonzert

Zum Abschluss des Festivals wird am 21. März, 20 Uhr, in der Tafelhalle das vom Berliner Senat anlässlich der 750 Jahr–Feier der Stadt in Auftrag gegebene "Berlinbul Concerto" des italienischen Komponisten und Gitarristen Carlo Domeniconi aufgeführt passend zum Festival ein intensiver musikalischer Ost–West–Dialog, der Berlin mit Istanbul verbindet. Ausführende sind neben Carlo Domeniconi der Saz–Virtuose Kemal Dinç und das "Ensemble Klanglust der Fürther Streichhölzer" unter der Leitung von Bernd Müller.

Die Eintrittspreise

Einzelvorstellungen kosten 6,50 Euro, eine übertragbare 10er–Festivalkarte nur 50 €. Vorverkauf für alle Veranstaltungen in der Kultur Information im Künstlerhaus, Tel. 231–4000, für die Vorstellungen im CINECITTA auch an den dortigen Kassen. Die 10er Karten sind zusätzlich an den üblichen Vorverkaufsstellen erhältlich.

Mehr Informationen?

Die ausführlichen, kostenlosen zweisprachigen Festivalnachrichten liegen in der Kultur Information und den verschiedensten Kultureinrichtungen aus. Ein detaillierter Katalog erscheint zum Preis von 3 €Anfang März. Wer 10er–Karte kauft, bekommt ihn umsonst dazu. Infos im Internet: www.interforum.net (Aktualisierung am 1.3.)

Die Veranstalter

Das Filmfestival Türkei / Deutschland ist eine Veranstaltung von InterForum e.V. in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg, gefördert von der Robert–Bosch–Stiftung und mit freundlicher Unterstützung der Stadt Nürnberg und der Bayerischen Staatskanzlei.

Pressekontakt:
Jürgen Markwirth Stadt Nürnberg, Amt für Kultur und Freizeit Fon +49.911.231–5886, Fax +49.911.231–8166 juergen.markwirth@stadt.nuernberg.de